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Ein wenig Sekret in den Augenwinkeln Ihres Hundes ist normal und unbedenklich. Natürlich darf das Auge nicht ständig tränen. Wenn sich der Ausfluss stark vermehrt oder gar Eiter enthält, ist das Auge vermutlich entzündet. Zu trockene Augen oder ein verstopfter Tränenkanal verursachen ähnliche Probleme. Es würde hier zu weit führen, sämtliche Symptome von Augenerkrankungen detailliert zu erläutern. Bei den genannten Symptomen sollte ohnehin ein Tierarzt hinzugezogen werden. Manchmal muss man auch einen Veterinär mit Spezialsierung auf Augenerkrankungen aufsuchen.

Als Anhaltspunkte können deshalb gelten:

Die Augen müssen klar aussehen und sollten keine auffällige Lichtempfindlichkeit zeigen. Plötzlich weit hervortretende Augäpfel, blutunterlaufene Augen, Trübungen und Veränderungen der Farbe sind Alarmzeichen für einen dringenden Tierarztbesuch. Gleiches gilt für Rolllider (Umstülpungen der Lider nach innen oder außen), Verletzungen, starke Verklebungen des Auges, Geschwüre an oder im Auge und ringförmigen Haarausfall um die Augen herum. Die Augen Ihres Hundes sind genauso empfindlich wie Ihre eigenen. Es muss sicher nicht betont werden, dass alle geschilderten Veränderungen nicht mittels Hausmittelchen behandelt werden dürfen. Am Auge kann man viel über den Gesamtzustand eines Hundes ablesen. Oft liegen diesen Veränderungen nämlich ganz andere Erkrankungen zugrunde, die nur Ihr Tierarzt herausfinden kann.

Manche große Rasse neigt zu einem hängendem oder nach außen gestülpten Unterlid. Sollten in Folge dessen ständig Entzündungen auftreten, kann man einen kleinen operativen Eingriff vornehmen lassen. Der behebt das Problem dauerhaft.

Übrigens, inzwischen bieten einige Hersteller Kräutermixturen an, die bei dauerhafter Zufütterung für eine Minderung von Augenproblemen sorgen sollen. Das bertrifft vor allem tränende, überempfindliche und trübe Augen. Schwerwiegende Augenerkrankungen können damit freilich nicht geheilt werden.




Hunde werden zuweilen von Parasiten befallen. Diese lösen nicht nur Befindlichkeitsstörungen aus, sondern echte gesundheitliche Probleme. Daneben ist die Übertragungsgefahr auf den Menschen recht groß. So versteht es sich von selbst, dass man den Plagegeistern sofort nach Bemerken den Kampf ansagen sollte. Vorbeugung ist natürlich die beste Methode. Lernen Sie im Folgenden die wichtigsten inneren und äußeren Parasiten und wirksame Bekämpfungs- Methoden kennen.

Äußere Parasiten (Ektoparasiten)

Flöhe

haben eine weite Verbreitung, da sie sich rasch und zahlreich vermehren und auch unter ungünstigsten Bedingungen und ohne Nahrung sehr lange überleben können. Die kaum 3 mm großen, dunkelbraunen, blutsaugenden Plagegeister verursachen bei ihren Wirten heftigen Juckreiz. Wenn man das Haar bis auf den Grund scheitelt, wird man neben Flohstichen häufig auch Flohkot erkennen können. Das sind winzige schwarze Krümelchen. Meistens halten sich Flöhe an den dicht behaarten und für den Hund schlecht erreichbaren Stellen hinter den Ohren, auf dem Kopf und in der Schwanzgegend bzw. den „Hosen“ auf.             Auch unter besten hygienischen Bedingungen gehaltene Tiere können zuweilen betroffen sein, da Flöhe ausgezeichnet springen können und bei Sätzen bis zu 1,50 m schnell ihren Wirt wechseln. Zuweilen können sich Hunde sogar in freier Natur einen Floh holen, da sich die Schmarotzer auch dort hin und wieder aufhalten. Auf jeden Fall sind Flöhe nicht nur unangenehm, sondern können durchaus Gefahren bergen. Flöhe übertragen als Zwischenwirte Bandwürmer. Außerdem kann ein Flohbefall die Ursache von schweren, eitrigen Ekzemen und Allergien werden.
Falls Ihr Hund sich auffällig oft juckt, schauen Sie am besten gleich nach den verräterischen Spuren der Flöhe. Dabei kann ein Läuse- oder Flohkamm gute Dienste leisten. Als alleiniges Hilfsmittel zur Entfernung der Parasiten eignet er sich allerdings nicht. Bestätigt sich der Verdacht, muss sofort mit der Behandlung begonnen werden. Selbst wenn es Ihnen gelingen sollte, ein oder zwei Exemplare zu fangen und hoffentlich gleich in einer bereitgestellten Wasserschüssel zu entsorgen, können Sie fast sicher sein: Das waren nicht alle. Meist sitzt nur ein Bruchteil der tatsächlich vorhandenen Flöhe am Hund selbst und der Rest hält sich in der Umgebung auf.

Ergreifen Sie deshalb am besten folgende Maßnahmen:

Zunächst baden Sie Ihren Hund mit einem Anti- Flohshampoo. Alternativ können Sie ihn auch mit Flohspray oder Flohpuder behandeln. Dabei bitte aufpassen ,dass nichts davon in die Augen gerät. Sehr gut wirken auch Tropfen, die ins Nackenfell des Hundes appliziert werden. Damit hat man meist sogar über Monate Ruhe vor den Plagegeistern. Ein Flohhalsband eignet sich zur Vorbeugung. Zur Bekämpfung eines akuten, massiven Befalls ist es allerdings weniger geeignet, als die anderen aufgeführten Mittel.

Wenn Sie Ihren Hund behandelt haben, reinigen Sie gründlich die Umgebung, in der er sich aufhält. Waschen Sie sein Hundebett, reinigen Sie den Korb, die Hütte oder die Unterlage. Damit nicht genug, müssen alle Teppiche intensiv gesaugt werden, die Fußböden gewischt, Möbel gereinigt und auch sein Spielzeug überprüft werden. Wer bodenlange Gardinen hat, bekommt noch etwas mehr zu tun. Die Ecken bitte nicht vergessen, dort sind die geschütztesten Nischen für Parasiten. Nun haben Sie das Gröbste geschafft.

Eine wichtige Hilfe sind spezielle Umgebungssprays gegen Flöhe und andere Parasiten. Ein gutes Insektenspray entfaltet eine ähnliche Wirkung wie Flohumgebungssprays. Letzteres wirkt oft über viele Monate. Freilich müssen Sie dann alle Ecken des Hauses besprühen und die Räume einige Stunden ungelüftet stehen lassen, so dass die Mittel ihre Wirkung ungehindert entfalten können.

Allergiker werden vielleicht nach chemiefreien Alternativen suchen. Es gibt vorbeugende Sprays auch auf natürlicher Basis. Selbst wenn Sie nicht umhin kommen, Ihren Hund zu baden, kann zur weiteren Vorbeugung ein Naturmittel versucht werden. Die Umgebung kann man ergänzend zu den Wasch- und Saugmaßnahmen mit einem Dampfreiniger behandeln. Das ist sicher eine der besten Möglichkeiten. Leider verträgt nicht jeder Teppich den heißen Dampf, sonst könnte man sicher von einer idealen Allzweckwaffe gegen Ungeziefer sprechen.

Flohbekämpfung sehen Sie bitte immer als Langzeitmaßnahme.             Gewisse Schutzvorkehrungen auf natürlicher oder chemischer Basis sind daher sehr nützlich. Es gibt inzwischen sogar Kombinationspräparate, die oral verabreicht gegen Würmer und Ektoparasiten wirken.

Wenn Flöhe gerade Ihre säugende Hündin und deren Welpen befallen haben, beraten Sie sich bitte gut mit Ihrem Tierarzt. Die Behandlungsstoffe sind hochwirksam, aber auch giftig. Sie werden von der Mutter über die Milch die Welpen übertagen. Das ist nicht ganz ungefährlich. Freilich kann massenhafter Flohbefall bei kleinen Welpen sogar bis zur Blutarmut führen. Man muss in diesem Fall die genau passende Maßnahme abwägen.

Läuse und Haarlinge

hinterlassen auf den Haaren ihrer Wirten weiße, klebrige Eier, auch Nissen genannt. Diese werden vom Besitzer des Tieres häufig zuerst bemerkt. Die Bedrohung, vor allem durch Läuse, welche Blut saugen, ist sehr ernst zu nehmen. Bei einem massenhaften Befall kann das bis zum Ausmergeln des Hundes und Krankheit in Folge Blutverlustes führen. Ein derartiger Befall des Hundes mit diesen Tierchen zeugt von einem sehr schlechten Pflegezustandes. Natürlich verursachen diese Parasiten auch bei geringerem Befall Juckreiz und evt. Ekzeme.
Läuse werden von Hund zu Hund übertagen. Zwar haben sie kein Sprungvermögen wie Flöhe, trotzdem geschieht die Übertragung recht einfach.

Bemerken Sie einen Befall Ihres Hundes mit diesen Parasiten, ist zunächst ein Bad mit einem geeigneten Ungeziefershampoo nötig. Meist sollte man dies nach vorgeschriebener Zeit noch einmal wiederholen. Alle übrigen Maßnahmen finden Sie unter „Flohbekämpfung“ bereits ausführlich beschrieben. Die gründliche Reinigung der Umgebung ist unabdingbar.

Milben

gibt es in zahlreichen Arten, deren Unterscheidung und Behandlung häufig nur ein Tierarzt leisten kann.

Herbstgrasmilben  verursachen durch ihr Herumwandern und durch ihren Speichel Jucken und Hautausschläge. Wie der Name schon verrät, halten sie sich auf manchen Wiesen auf. Sie werden durch spezielle Bäder, die der Tierarzt verschreibt, bekämpft.

Raubmilben halten sich gern um die Ohrgegend, den Hals und den Rücken auf. Sie ernähren sich von Hautschuppen und lösen eine Schuppung, verbunden mit Hautreizungen und Jucken aus. Sie werden von anderen Haustieren übertragen.

Eine sehr gefürchtete Form sind die Sarcoptes canis, Grabmilben, die sich in die Haut bohren. Sie ernähren sich von Hautzellen und legen dort auch ihre Eier ab. So entstehen anfangs kleine Pusteln und Schuppungen. In weiteren Stadien wird die Haut heißer und weist ausgedehnte Verdickungen, Entzündungen und Verkrustungen auf. Ohren, Kopf, Schenkelinnenseiten und Beine sind besonders häufig betroffen. Man spricht dann von Räude. Die Hunde kratzen sich ständig und leiden sehr heftig unter dem Befall. Die Hautinfektionen können schlimmstenfalls weitere Infektionen nach sich ziehen. Die befallenen Hunde haben Haarausfall und häufig einen sehr schlechten Allgemeinzustand. Die Übertagung erfolgt vor allem von Hund zu Hund. Befallene Tiere wirken hochinfektiös.

Demodexmilben, bzw. Haarbalgmilben leben in den Haarfollikeln oder Talgdrüsen und verursachen Haarausfall auf begrenzten Stellen. Das Haarkleid sieht durch kleine haarlose Stellen löchrig aus. Auch Rötungen sind häufig zu beobachten, teilweise Papeln. Der Kopf, das Gesicht, die Zehenzwischenräume und auch der Rumpf sind besonders häufig betroffene Regionen.

Die Behandlung ist schwierig und häufig langwierig, da die Tiere oft ohnehin eine Immunschwäche und teilweise erbliche Veranlagung mitbringen.

Wenn Ihr Hund von einer Milbenform befallen ist oder Sie das zumindest vermuten, gehört die Behandlung auf jeden Fall in die Hand Ihres Tierarztes. Er wird in vielen Fällen die Milben mittels eines Hautgeschabsels nachweisen. Dann kann er die passenden Behandlungsmaßnamen einleiten. Beachten Sie genau seine Anweisungen zur Reinigung der Umgebung. Verwenden Sie dazu so viel Sorgfalt, wie schon unter Flohbekämpfung beschrieben. Sonst nutzen alle medizinischen Maßnahmen nichts.

Zecken (Holzböcke)

spielen eine große Rolle bei der Übertragung von Viren und Bakterien, die gefährliche Erkrankungen auslösen können. Dabei sind neben anderen vor allem die Lyme- Borreliose, Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) und Babesiose zu nennen. Zecken halten sich im Gras, in Büschen oder Unterholz bis zu einer Höhe von maximal 1,50 m auf. Sie gelangen durch Abstreifen auf ihren Wirt.

Die Blutsauger hinterlassen an den betroffenen Stellen Juckreiz und oft Wochen bestehende Papeln. Die Zecken durchlaufen verschiedene Entwicklungsstadien, in denen sie jeweils eine Blutmahlzeit zu ihrer Weiterentwicklung oder Vermehrung benötigen. Solange sie ihren Steckapparat mit dem Widerhaken noch nicht zum Saugen in die Haut gebohrt haben, sind sie nur wenige Millimeter groß und haben einen abgeplatteten, dunklen Körper. Im vollgesogenen Zustand erinnert ihr Körper an einen hellgrau- beigefarbenen Ballon.

Am besten entfernt man Zecken durch vorsichtiges und langsames Herausziehen. Dazu etwa eine Minute gleichmäßigen Zug ausüben, keinesfalls ruckartig vorgehen, evt leicht drehen. Die Richtung ist dabei egal. Zur Sicherheit kann man eine Zeckenzange verwenden, um den Körper der Zecke nicht zu sehr zu quetschen. Denn gerade durch Quetschung und Gewalt werden die Borreliose- Erreger in den Hund übertragen. Setzen Sie die Zange so nah wie möglich an der Haut an, so dass beim Herausziehen nicht versehentlich der Kopf stecken bleibt. Desinfizieren Sie die Stelle anschließend mit einem Wund- Desinfektionsmittel oder Schwedenbitter. Letzerer leistet auch bei Insektenstichen beste Dienste.

Der Kopf ist trotzdem stecken geblieben?

Das passiert auch bei großer Vorsicht. Versuchen Sie nicht, den Kopf nun mit Nadeln oder einer Pinzette aus der Haut zu bekommen. Desinfizieren Sie die Stelle wie beschrieben und warten Sie ab. Meistens passiert in der Folge nichts Sorgeerregendes. Die Stelle wird für einige Wochen etwas verdickt sein. Nur selten bildet sich ein Abszess. Die Gefahr, dass Sie mit eigenen Instrumenten eine Wundinfektion auslösen ist jedenfalls wesentlich größer.

"Geheimwaffen" gegen Zecken?Oft liest man, dass die Zecken mit Öl, Klebstoff oder anderen Flüssigkeiten zum Loslassen bewegt werden sollen. Auch von Anbrennen mittels Feuerzeug und Ähnlichem ist da die Rede. Das alles wäre ein fataler Fehler. Zwar werden mögliche FSME- Erreger sofort mit dem Speichel übertragen, Borreliose- Erreger hingegen oft erst nach 24 Stunden. Diese befinden sich nämlich im Darm der Zecke. Daher kann es noch nicht zu spät sein, wenn Sie die Zecke entdecken. Erschrecken Sie sie nun zu Tode, entleert sie ihren Darminhalt in die Wunde. Darin befinden sich die Borrelien.Unser Hund wäre infiziert. Wenn Sie sehr unsicher mit der Entfernung der Zecke sind, suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf. Freilich fällt die vollgesogene Zecke nach einiger Zeit auch allein von ihrem Wirt ab. Nur wäre es dann für mögliche Infektionsgefahren zu spät.

Es gibt prophylaktische Präparate für Hunde, die auf viele äußere Parasiten abzielen, teilweise auch auf Milben und Zecken. Dazu berät Sie ihr Tierarzt am besten. Ferner wird er Ihnen evt. eine Zeckenschutzimpfung für Ihren Hund anbieten. Diese hilft nicht gegen alle Erkrankungen, die Zecken übertragen können, ist aber eine sehr gute Vorbeugungsmaßnahme. Geimpfte Hunde werden aber trotzdem von Zecken befallen. Sie können Ihrem Hund schon helfen, wenn Sie sein Fell im Anschluss an einen ausgiebigen Spaziergang im Grünen nach Zecken absuchen. Oft reicht auch schon der Aufenthalt im Garten, um sich die Blutsauger einzufangen. Ein enger Kamm kann bei der Suche sehr hilfreich sein. Zeckenhalsbänder und vorbeugende Tropfen, die auf die Nackenhaut verteilt werden, sind sehr wirksame Schutzmaßnahmen gegen Zeckenbefall.



Natürlicher Haarwechsel oder problematischer Haarausfall ?

Haarausfall kann sehr viele verschiedene Ursachen haben. Die meisten Rassen wechseln zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, ihr Haar. Das ist ein natürlicher Vorgang. Freilich sind die vielen sich lösenden Haare oft ein Ärgernis in der Wohnung. Man kann deshalb versuchen, den Haarwechsel etwas zu beschleunigen. Tägliches Bürsten und Kämmen unterstützt die Sache auf jeden Fall. Auch ein Bad könnte den Ablauf unterstützen, da sich die Haare anschließend besser lösen.

Tägliche Gaben eines biotinhaltigen Präparates fördert das Wachstum des neuen und den Abstoß des abgestorbenen Haares. Bewegung an frischer Luft und zweckmäßiges Futter haben einen weiteren positiven Einfluss auf den Haarwechsel. Bei Hunden, die getrimmt werden, ist die Angelegenheit mit einem Trimming erledigt. Noch andere Rassen haaren überhaupt nicht. Eine weitere Ausnahme sind Nackthunde, bei denen Haarlosigkeit zum Rassebild gehört. In der Mehrheit werden Sie aber mit diesem Problem bei Ihrem Hund konfrontiert werden.

Wohnungsklima und Ernährung als Einfluss- Faktoren

Erstreckt sich der Haarwechsel über das ganze Jahr, kann das an unseren wohltemperierten Wohnungen liegen. Die ständig gleichen Temperaturen gaukeln dem Körper des Tieres ein gleichmäßig warmes Klima vor, dem sich der Hund anpasst. Aber auch eine falsche Ernährung kann Ursache von Haarausfall sein.Ekzeme, Pilze, Flechten und andere krankhafte VeränderungenHaarausfall, der abgegrenzt an verschiedenen Stellen des Körpers auftritt und bei dem zusätzlich Hautveränderungen vorliegen, hat meist seinen Ursprung in Ekzemen, Pilzen, Bakterien, Flechten und äußeren Parasiten. Die Diagnose und Behandlung obliegt freilich dem Tierarzt.

Wenn die Hormone verrückt spielen

Relativ häufig sind Haarausfälle hormonell bedingt. Hündinnen mit Hormonstörungen fallen die Haare seitlich an den Flanken und am Rücken aus. Meistens passiert das symmetrisch. Es ist schwierig, Hormonprobleme befriedigend zu behandeln, ohne den Gesamthormonhaushalt des Tieres durcheinander zu bringen. Vereinzelt zeigen homöopathische Kuren sehr gute Wirkungen.

Auch nach einem Wurf verlieren viele Hündinnen ihr Haar fast vollständig, die Unterwolle wird ausgesprochen schütter und oft kann man förmlich auf die Haut hindurch sehen. Der veränderte Stoffwechsel spielt die Hauptrolle bei diesem Phänomen. Biotingaben können die Bildung des neuen Haares dann unterstützen. Einen Haarausfall während der Säugeperiode werden sie auch nicht ganz verhindern können.

Doch nicht nur Hündinnen haben Probleme mit hormon- und stoffwechselbedingtem Haarausfall. Rüden sind ebenso betroffen, vor allem wenn sie Erkrankungen der Hoden haben. Schilddrüsenstörungen und Nebennierenerkrankungen spielen bei beiden Geschlechtern eine Rolle, wenn es zu Haarausfall kommt.

Allergien

Bevor man seinen Hund nun auf Herz und Nieren prüft, um das Haarausfall- Rätsel zu lösen, sollte man zuerst sein Hundefutter unter die Lupe nehmen. Oft genügt ein Wechsel der Sorte zu einem Futter mit anderen Komponenten, um den Haarwuchs wieder in Schwung zu bringen. Eine Haarkur mit Kräutern oder eben Biotin und Hefe unterstützt den Prozess. Die Verfütterung von Frischfutter kann auch angezeigt sein.

Was hier so einfach klingt, erweist sich in Wirklichkeit als teilweise schwieriges Unterfangen. Denn oft ist nicht sofort klar, was den Stoffwechsel negativ beeinflusst hat oder gar eine Allergie auslöste. Neben einzelnen Futterkomponenten werden Allergien und Hautreaktionen von Giftstoffen, Pilzen in der Wohnung, Blütenpollen, falscher Pflege, Desinfektions- und Reinigungsmitteln und vielem anderen mehr ausgelöst.

Die Umwelt ( verschmutzte Luft) ist wohl ein weiterer Faktor, der auf das Haarkleid eines Hundes Einfluss haben kann. Einige Hunde entwickeln immer wieder hartnäckige, eitrige Ekzeme. Freilich bleibt an diesen Stellen kein Haar übrig. Oft genug wollen die Wunden nicht heilen. Viele Hunde ertragen den Juckreiz nicht und beißen und kratzen sich die Stellen immer wieder blutig.

Mittels eines Allergietests kann man feststellen, worauf der Hund allergisch reagiert. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn Allergien können neben Haar- und Hautproblemen auch heftige Verdauungsstörungen und weitere wesentliche Beeinträchtigungen des Gesamtbefindens verursachen.

Einige Rassen haben im Laufe der Jahre eine Disposition für Hauterkrankungen und Allergien entwickelt, die erblich ist. Das ist bei der Diagnose zu beachten.

Fazit:
Dauernder Juckreiz ohne parasitäre Ursachen, Haarausfall und gerötete, von Pusteln und Papeln überzogene Haut, eitrige Ausschläge, Ekzeme, Pickel, starke Schuppung und Blasen auf der Haut sind ernstzunehmende Hinweise auf eine Erkrankung Ihres Hundes. All diese Symptome verlangen nach einer tierärztlichen Abklärung in möglichst frühem Stadium, die Heilungschancen dann auf jeden Fall größer sind. Manchmal muss auch ein Haut- und Haarspezialist hinzugezogen werden, da die Abgrenzung der einzelnen Erkrankungen häufig schwierig ist.

Beim Haarbruch spalten und quellen die Haare auf und brechen schließlich ab.

Vor allem die Regionen am Widerrist, der Kruppe und dem Schwanz sind betroffen. Wenn keine andere Ursache auszumachen ist, reicht oft das Kurzschneiden der betroffenen Stellen und die Gabe haarwuchsfördernder Präparate, wie Biotin. Sollte dem Problem damit nicht abgeholfen sein, ist zu prüfen, ob evt. ernsthaft Erkrankungen der Leber oder Niere auf diese Weise einen Ausdruck finden.

Natürlich können auch äußere Einflüsse für Haarbruch und Haarausfall verantwortlich sein. Scheuernde Halsbänder, Geschirre und Liegeschwielen bei großen, schweren Rassen sind zu nennen.



Häufig beschränkt sich die Ohrenpflege auf Kontroll- Maßnahmen. Wann und was man manchmal darüber hinaus tun sollte, erfahren Sie hier. Außerdem wird sich Ihr Blick für Ohr- Probleme schärfen. Diese sind bei den so genannten "Schlappohren" gar nicht so selten.

Maßnahmen bei stehohrigen Hunden

Bei vielen Hunden genügt eine Kontrolle der Ohren im Abstand von einigen Tagen. Gesunde Ohren sind kühl und geruchlos. Sie sehen sauber und gut durchblutet aus. Für diese Fälle sollte man es auch bei der kurzen Inspektion belassen. Vor allem Stehohren verschmutzen nur selten. Durch die gute Belüftung des Innenohres wird ein solcher Hund auch kaum je Ohrprobleme haben. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn der Hund z.B. einen zu engen Gehörgang hat.

Wenn kein Schmutz vorhanden ist, verzichte man tunlichst auf irgendwelche Pflegemaßnahmen. Bitte belassen sie dann die Haare im Ohr so, wie sie von Natur aus sind. Setzen Sie Reinigungsmittel wirklich nur ein, wenn es nötig ist.. Alle noch so gut gemeinten Pflegeeingriffe verändern den offensichtlich funktionierenden „Haushalt“ im Ohr. Mit anderen Worten, zu viel Ohrenpflege an der falschen Stelle bewirkt das Gegenteil. Die Probleme können damit beginnen.

Die Pflege von Hängeohren

Die Ohrenpflege hängender oder gekippter Ohren ist etwas umfangreicher. Der Gehörgang des Hundes verläuft abgewinkelt. Schon dadurch ist die Belüftung des Innenohres etwas erschwert. Wird der Gehörgang zusätzlich durch das Ohr abgedeckt, leistet die schlechtere Belüftung der Ansiedlung von Bakterien und Pilzen Vorschub. Wenn die Haare im Ohrinnern stark wuchern und dann mit Ohrenschmalz verkleben, steht der beste Nährboden für eine Ohrenentzündung bereit.

Vorbeugend reinigt man das Ohrinnere vorsichtig mit einem Läppchen und Ohrentropfen bzw. Ohrpflegelotion für Hunde. Verwenden Sie bitte keine Wattestäbchen. Genau wie beim Menschen könnte man damit unbeabsichtigt Ohrenschmalz ins Ohrinnere schieben. Der Zweck der Pflegemaßnahme wäre verfehlt. Davon abgesehen, ist die Verletzungsgefahr durch die Anwendung im dem abgewinkelten Gehörgang ziemlich hoch. Beachten Sie genau die Packungsbeilage bei den verschiedenen Ohrpflegepräparaten.

Einige eignen sich auch zur Reinigung des Ohrinneren. Solche Maßnahmen sollte man besser vorher mit dem Tierarzt beraten.

Mit den meisten Pflegelotionen kann man leicht die Regionen des Ohres reinigen, die problemlos mit Finger und Lappen erreichbar sind. Schmutz und Ohrenschmalz werden sich damit leichter lösen. Außerdem dämmt man zu üppigen Haarwuchs im Gehörgang ein. Ob durch Auszupfen oder Abscheren ist Ansichtssache. Manche Hundesalons nutzen eine lange chirurgische Klemme zum Auszupfen der tiefliegenden Ohrhaare. Natürlich wird die Haut auch durch Auszupfen ein wenig gereizt. Daher muss es wirklich auf Hunde beschränkt bleiben, bei denen die Prozedur notwendig ist. Nach dem Abscheren wachsen die Büschelchen rasch nach. Je öfter man scheidet, desto härter wirken die kurzen Haare. Die Haarspitzen können die Haut dauerhaft reizen und wieder Entzündungen verursachen. Das Auszupfen hält einfach etwas länger vor und der Gehörgang ist danach wirklich frei. Vielleicht sogar bis zu Ihrem nächsten Besuch im Hundesalon. Vermutlich ist Auszupfen die bessere Alternative.

Da Hunde an den Ohren sehr empfindlich sind, ist Ohrenpflege bei ihnen äußerst unbeliebt. Trotzdem sollte sich jeder Besitzer in dieser Angelegenheit durchsetzen. Es ist sehr wichtig, auf saubere und hygienisch einwandfreie Ohren zu achten, denn Ohrenentzündungen bilden sich ziemlich schnell. Dann muss noch regelmäßiger gepflegt werden. Freilich tut es dann richtig weh.


Ohrenentzündung

Zu Beginn einer Ohrenentzündung (Otitis) werden die Ohren heißer als üblich. Viele Hunde kratzen sich das Ohr und halten den Kopf geneigt. Im Ohr sieht man bald eine dunkelbraune Masse, die unbedingt entfernt werden muss, um einer Verschlimmerung vorzubeugen. Das Ohr verströmt einen sehr unangenehm fauligen Geruch. Wenn man nun nicht sofort reinigt und entzündungshemmende Tropfen verwendet, schreitet die Ohrentzündung schnell fort. Manche Hunde drücken hilfesuchend ihr Ohr an die Hand ihres Besitzers. Sie schütteln sich unentwegt, um das Ohrinnere vom Schmalz zu befreien. Spätestens dann ist es höchste Zeit, einen Tierarzt zu konsultieren.

Neben den geeigneten Reinigungsmaßnahmen wird er Ihrem Schützling auch entzündungshemmende Medikamente verschreiben. Eine Ohrentzündung kann so schlimm werden, dass der Hund vor Schmerzen niemanden mehr zur Pflege an sein Ohr lässt. Sicher ist es überflüssig zu erwähnen, dass man gerade dann jeden Tag mehrmals reinigen muss. Da im Ohr das Gleichgewichtsorgan sitzt, haben einige Tiere Schwierigkeiten, dann das Gleichgewicht zu halten. Man sieht es am schwankenden Gang. Durch das ständige Kratzen am Ohr und Fortschreiten der Entzündung schwillt das Ohrinnere noch mehr zu. Schlimmstenfalls bilden sich richtige Wucherungen. Eiter ist zu sehen. Die Hunde empfinden dabei furchtbare Schmerzen.

Gerade, wenn einmal eine solche Ohrentzündung überstanden ist muss unbedingt kontrolliert werden, dass sie wirklich restlos ausgeheilt wurde. „Restentzündungsherde“ können zu einer Dauerinfektionsquelle werden. Dann wird die Entzündung chronisch und könnte sich auch auf andere Organe des Körpers negativ auswirken.

Ohrprobleme durch Ungezieferbefall

Andere Ohrprobleme können durch Ungezieferbefall entstehen. Milben siedeln sich gern in der Ohrgegend an und sollten dringend vom Tierarzt behandelt werden. Die Symptome sind sehr ähnlich wie bei Ohrenentzündungen. Unentwegtes Kratzen, Schütteln, dunkle Beläge und später Entzündungen in den Ohren. Milben sind sehr hartnäckig und müssen mehrfach bekämpft werden. Dabei darf man die Umgebung des Hundes nicht vergessen. Manchmal verirrt sich auch eine Zecke in das Ohrinnere. Kommt man gut heran, kann man sie selbst entfernen. Sonst wäre auch das Aufgabe eines Tierarztes. Das Entfernen von Fremdkörpern, wie z.B. Grannen, Steinchen u.ä. wird ohnehin seine Hilfe erfordern.

Vorsicht in der Erntezeit

Wer sich während der Erntezeit mit seinem Hund viel in der Nähe von Feldern und Wiesen aufhält, sollte die Ohren, aber auch das Fell seines Hundes nach jedem Spaziergang kontrollieren. Grund für diese Vorsichtsmaßnahme sind die überall umherfliegenden Grannen. Sie bohren sich mit Vorliebe in die Pfoten oder wandern in den Gehörgang, was ziemlich schlimme Folgen haben kann. Hier sind selbstverständlich die Besitzer stehohriger und hängeohriger Hunde gefragt. Grannen müssen unbedingt und schnellstmöglich vom Tierarzt entfernt werden. Wenn sie ins Körperinnere wandern, bekommt auch ein Tierarzt sie kaum noch ohne Operation zu fassen. Sie können sehr gefährlich werden.

Pflegemittel für die Ohrenpflege beim Hund

Sie sehen schon, die Ohrenpflege gehört zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen beim Hund. Nachfolgend einige Hersteller von Pflegemitteln. Jeder Hund reagiert anders auf die einzelnen Mittel. Man muss also ausprobieren, was seiner empfindlichen Haut im Ohr bekommt. Mittel auf natürlicher Basis bieten hier gute Möglichkeiten.